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Hier ein paar Gedichte, sagt mir bitte bescheid,
wenn euch eins überhaupt nicht gefällt.
Oder habt ihr ein paar schöne Gedichte, die ich hier ausstellen
soll?
Dann mailt sie mir einfach :-)
An den Mond
Füllest wieder Busch und Tal
Still mit Nebelglanz,
Lösest endlich auch einmal
Meine Seele ganz;
Breitest über mein Gefild
Lindernd deinen Blick,
Wie des Freundes Auge mild
Über mein Geschick.
Jeden Nachklang fühlt mein Herz
Froh- und trüber Zeit,
Wandle zwischen Freud' und
Schmerz
In der Einsamkeit.
Fließe, fließe, lieber Fluß!
Nimmer werd' ich froh;
So verrauschte Scherz und Kuß
Und die Treue so.
Ich besaß es doch einmal,
was so köstlich ist!
Daß man doch zu seiner Qual
Nimmer es vergißt!
Rausche, Fluß, das Tal entlang,
Ohne Rast und Ruh,
Rausche, flüstre meinem Sang
Melodien zu!
Wenn du in der Winternacht
Wütend überschwillst
Oder um die Frühlingspracht
Junger Knospen quillst.
Selig, wer sich vor der Welt
Ohne Haß verschließt,
Einen Freund am Busen hält
Und mit dem genießt,
Was, von Menschen nicht gewußt
Oder nicht bedacht,
Durch das Labyrinth der Brust
Wandelt in der Nacht.
(Johann Wolfgang von Goethe)
Neue Liebe
Herz, mein Herz, warum so
fröhlich,
So voll Unruh und zerstreut,
Als käm über Berge selig
Schon die schöne Frühlingszeit?
Weil ein liebes Mädchen wieder
Herzlich an dein Herz sich
drückt,
Schaust du fröhlich auf und
nieder,
Erd und Himmel dich erquickt.
Und ich hab die Fenster offen,
Neu zieh in die Welt hinein
Altes Bangen, altes Hoffen!
Frühling, Frühling soll es sein!
Still kann ich hier nicht mehr
bleiben,
Durch die Brust ein Singen irrt,
Doch zu licht ist's mir zum
Schreiben,
Und ich bin so froh verwirrt.
Also schlendr' ich durch die
Gassen,
Menschen gehen her und hin,
Weiß nicht, was ich tu und lasse,
Nur, daß ich so glücklich bin.
(Joseph Freiherr von Eichendorff)
Traum und
Wirklichkeit.
Eigenwillig eilen Träume
Immer auf dem Pfad des Glücks.
Wirklichkeit nicht länger säume
Bring´ mir meinen Traum zurück!
Wirklichkeit kann ihn nicht jagen
Träume holt man niemals ein,
Heut´ nicht und an andren Tagen,
Wirklichkeit bleibt mir allein.
Träume
Sämtliche Schiffe
Sind ausgelaufen,
Kaum noch zu sehen.
Meine Lieben
Suche ich des Nachts
Im Traum.
Am Morgen
Bin ich verwirrt.
Keine Lieben, keine Schiffe!
Nebel überall,
Die Augen blind
Vor Tränen.
Wunsch
Vöglein trag' mich fort im Wind,
dahin, wo die Wolken sind.
Wär' so gern ein Vögelein,
das mit seinen Flügeln zwei'n,
selig durch die Lüfte steigt,
bis sich ihm der Himmel zeigt.
Dauerregen
Der Himmel birgt sein Angesicht
Zeigt seine blauen Augen nicht.
Ein düstrer Schleier hüllt ihn ein.
Kommt niemals wieder Sonnenschein?
Die Bäume stehen naß und fahl,
Viel Wasser führt der Bach im Tal.
Und immerzu der Regen rinnt.
All meine Hoffnung mit sich nimmt.
Mondnacht.
Siehst du den Mond am Himmel stehn?
Dorthin all´ meine Träume gehn.
Komm´ auch hinauf solang er scheint!
Für eine Nacht sind wir vereint.
Das Bad
Wie gerne würde ich untertauchen
in Deine Obhut,
abwaschen alle Müdigkeit und Zweifel,
heraussteigen in Frische und Zuversicht
weggetrocknet jede Sorge.
Wiedersehen.
Mit tausend Küssen bedecke ich
Dein Haar und deinen Mund.
Lass´ mich in Deine Augen sehen,
Freude meines Herzens!
Du bist zurückgekehrt
nach langer Reise.
Ich liebe Dich noch immer,
Deine weiche Hand und Deiner Stimme Klang.
Seeligkeit trägt mich durch den Tag.
Ich fliege von Blüte zu Blüte.
Doch Du bist von allen die schönste.
Du gehörst mir.
Zuneigung
Mein ganzes Streben sich verbindet
mit einem Lächeln nur, von Dir
und meine Wünsche liebend kreisen
wie Flügelschlagen für und für.
Unbestimmt.
Freudig flieg´ ich dir entgegen
Drück´ dich fest an meine Brust,
Meine Lippen fragend beben,
Ob du wieder gehen mußt.
Schwankend auf des Glückes Wellen
Treib´ ich durch die Sommerzeit.
Ungewisse Ängste quellen
Dass der Abschied nicht mehr weit.
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